Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
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Sechste Tournee 1. Dezember 2021 bis 2. Januar 2022

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Familienmusical in drei Akten, nach dem DEFA-Film von Václav Vorlíček und František Pavlíček

Besetzung 

Clara Determann
Aschenbrödel

John Berggold
Prinz

Tanja Maria Froidl
Stiefmutter | ein Jäger

Lisa-Maria Sonderegger
Dorchen | ein Jäger

Oliver Severin
König | Prinzipal

Michael Müller
Vincent | Willi

Johanna Bogner
Königin | Prinzipalin

Richard Peter
Karlchen | ein Küchenjunge

Ensemble: 4D 4H

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Künstlerische Leitung 

Stefan Zimmermann

Inszenierung

Eva Patricia Klosowski

Choreografie

Claudia Weinhart

Bühnenbild & Kostüme

Musiker 

Christian Auer

Musikalische Leitung

Peter Wegele

Musikalische Leitung

Christian Bihlmaier

Keyboard & Violine

Adrian Ingerl

Gitarre

Alle Tourneen 

Sechste Tournee 1.12.2021 bis 22.1.2022
Fünfte Tournee 1. bis 30.12.2018
Vierte Tournee 25.11. bis 29.12.2016
Dritte Tournee 25.11. 2015 bis 17.1.2016
Zweite Tournee 26.11. bis 31.12.2014
Erste Tournee 29.11.2013 bis 13.1.2014
Premiere am 29.11.2013 in Neuburg an der Donau

Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben, Berlin
mit freundlicher Genehmigung der Agentur DILIA, Prag
Die Nutzung der Filmmusik erfolgt mit freundlicher Genehmigung von ProVox Music Publishing, Prag. Die Nutzung des Filmtitels erfolgt mit freundlicher Genehmigung der DEFA-Stiftung, Berlin.
Musik – Thomas Zaufke
Buch – Katrin Lange
Gesangstexte – Edith Jeske
Nach dem gleichnamigen tschechisch-deutschen Märchenfilm von Václav Vorlíček und František Pavlíček
Film-Musik von Karel Svoboda

Ganz zeitgemäß: Ein Aschenputtel, das nicht nur romantisch ist, das Selbstbewusstsein und eine Menge Fähigkeiten zeigt.

»Die Wangen sind mit Asche beschmutzt,
aber der Schornsteinfeger ist es nicht.
Ein Hütchen mit Federn,
die Armbrust über der Schulter,
aber ein Jäger ist es nicht.
Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball,
aber eine Prinzessin ist es nicht…«

8 Darsteller in ca. 12 Rollen, 4 Musiker, 7 Instrumente, Alles live – die Musiker spielen auf der Bühne.

Und Weihnachten kann kommen. Dieses Musical ist ein vorweihnachtlicher Leckerbissen für die ganze Familie. Mit liebevoll und detailreich gestaltetem Bühnenbild, wunderschönen Kostümen und einer mitreißenden Truppe von Musicaldarstellern und Musikern, die das Publikum live bezaubern.

Die Geschichte ist allgemein bekannt: Aschenbrödel lebt auf dem Gut seines verstorbenen Vaters. Dort regiert die Stiefmutter, die Aschenbrödel hasst und ihm nach Kräften das Leben schwer macht. Als der König einen Ball zur Brautschau für seinen Sohn veranstaltet, setzt die Stiefmutter alles daran, ihre leibliche Tochter an den Hof zu verheiraten. Auch Aschenbrödel möchte zum Ball, was die Stiefmutter zu verhindern sucht. Aber Aschenbrödel hat drei Zaubernüsse und die Hilfe befreundeter Tiere. Der Prinz verliebt sich beim Tanz in das schöne, verschleierte Mädchen, doch es flieht. Dabei verliert es einen Schuh…

Als 1973 der deutsch-tschechische Märchenfilm „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zum ersten Mal zu sehen war, verliebten sich sofort Generationen von begeisterten Zuschauern. Seither gehört er jedes Jahr fest zum Fernsehprogramm der Vorweihnachtszeit. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn hier ist ein ganz besonderes Aschenputtel zu erleben, mit dem man sich gerne identifiziert: Es ist nicht nur schön und warmherzig, es ist klug und selbstbewusst, kann reiten, schießen und klettern. Der Prinz bekommt es nicht geschenkt, er muss sein Herz erobern.

Ein ganz besonderer Abend nicht nur für Märchenliebhaber von 6 bis mindestens 106.

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Ensemble 4D 4H 

Foto: Alex Bach
Clara Determann
Aschenbrödel
Foto: Oliver Lerch
Lisa-Maria Sonderegger
Dorchen | ein Jäger
Foto: Hans Wiedemann
Tanja Maria Froidl
Stiefmutter | ein Jäger
Foto: Hannes Loske
Richard Peter
Karlchen | ein Küchenjunge
Foto: Janine Guldener
Johanna Bogner
Königin | Prinzipalin
Foto: Andreas Fuchs
Oliver Severin
König | Prinzipal
John Berggold
Prinz
Foto: Raimund Verspohl
Michael Müller
Vincent | Willi

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Rezensionen 

Kritiken und Reaktionen zur vierten Tournee
ab 25. November 2016

 

Süddeutsche Zeitung Wolfratshausen:
In den wilden Wäldern von Wolfratshausen
Gerade in der Vorweihnachtszeit wird unter dem verkaufsträchtigen Label „Ein Musical für die ganze Familie“ leider allzu oft Minderwertiges angeboten. Überzogen agierende Schauspieler, schlecht arrangierte Musik aus der Konserve, Klamauk auf der Bühne. Welch wohltuenden Gegensatz dazu bot „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ des „a.gon Theaters München“ in der Loisachhalle am Freitagabend.

Dieses führt seinen Untertitel „Theater aus Leidenschaft“ offensichtlich zu Recht. Denn diese Produktion war in der Tat mit Liebe und Leidenschaft gemacht – und das vermittelt sich. Auch und gerade den jungen Zuschauern, die erfreulich zahlreich an diesem Abend vertreten waren. Dass ein tiefroter Vorhang die Bühne versteckte und von zwei Schauspielern quasi als Ouvertüre aufgezogen wurde, ließ in der eher nüchternen Loisachhalle tatsächlich echte Theaterstimmung aufkommen.

Das quirlige, mit lustigen und fantasievollen Kostümen ausgestattete Personal stellte sich sogleich vor und ließ die Erwartung und Vorfreude weiter wachsen. Glücklicherweise geht diesem Ensemble das affektierte Sprechen so mancher Musicaldarsteller ab; die Dialoge kamen erfreulich natürlich daher. Und Singen konnten die acht Akteure tatsächlich auch. Begleitet wurden sie von real anwesenden Musikern an Keyboard, Bass, Violine und Gitarre. Zu sehen, wie die Musik gemacht wird, ist gerade für das junge Publikum, das noch wenig Live-Erfahrung hat, besonders schön. Zudem kann nur die Live-Musik auf die Gegebenheiten auf der Bühne reagieren und damit für weitere Lebendigkeit sorgen.

So waren alle Rahmenbedingungen gegeben, damit das Märchen vom Aschenbrödel seinen Zauber entfalten konnte. Dank der sympathischen Darsteller, die genau das rechte Maß an kindgerechter, praller Bühnenaktion trafen, ohne in den Klamauk abzugleiten, tat es das auch. Die Titelfigur wurde wunderbar verkörpert von Marina Granchette mit einer Mischung aus mädchenhafter Zartheit und selbstbewusster Frauenpower, die den liebenswürdigen, aber ein wenig machohaften Prinzen (Thorin Kuhn) zutiefst verwirrte. Bezeichnender Dialog: „Ich ordne an: Du kommst mit mir. Auf mein Schloss!“ – „Und ich werde gar nicht gefragt?“ – „Warum? Es geschieht immer, was ich will. Ich bin der Prinz!“ Da lässt das Aschenbrödel den völlig verdutzten Prinzen einfach stehen und ist im Nu im Wald verschwunden.

Die böse Stiefmama, die nur auf das Eheglück ihrer begriffsstutzigen Tochter (sehr komisch: Birgit Reutter) aus ist, muss natürlich ein wenig überzogen dargestellt sein. Tanja Maria Froidl stattet diese Figur dennoch mit einer gewissen Grandezza aus. Sehr nett auch das Königspaar: Der etwas polternde, aber sehr lebensnah gezeichnete Herrscher (Oliver Severin) wird von seiner verständnisvollen Gemahlin (Eva Patricia Klosowski) liebevoll ausgebremst, wenn Vater und Sohn mal wieder aneinander geraten: „Die gerechte Strafe für seinen Trotz: Er heiratet!!“ – „Lieber, erinnere dich: Du warst auch mal jung . . .“

Ein schön ausgestaltetes und gut durchdachtes Bühnenbild, das sich mit wenigen Handgriffen vom Königsschloss in den Wald oder die Küche des armen Aschenbrödels verwandeln ließ, erleichterte nicht nur dem jungen Publikum die Orientierung. Dabei kamen immer wieder Versatzstücke des guten, alten Theaters, das auch in Zeiten der Totaldigitalisierung noch auf die Kraft der Fantasie setzt, zum Einsatz: Die Täubchen, die die Erbsen aus der Asche lesen, flogen als Vogel-Mobile herein; Pferd und Eule, die treuen Gefährten Aschenputtels, erscheinen als Schattenrisse auf einer hellgrünen, den Wald symbolisierenden Leinwand. Im Wald findet denn auch die erste Begegnung des Paares statt, genauer gesagt „in den wilden Wäldern von Wolfratshausen“, in denen der König eine große Jagd anberaumt hat. Diesen Prozess der beginnenden Verliebtheit, die zunächst gar nicht eingeordnet werden kann („Warum fühle ich mich, wenn ich dich sehe, so . . . wie ich mich fühle?“), spielen Granchette und Kuhn ohne jeden Kitsch, sehr anrührend.

Das Happy End ist bekannt: Sie kriegen sich. Großer, verdienter Beifall in der leider nur zu Zweidritteln besetzten Loisachhalle.

 

Waldeckische Landeszeitung Bad Arolsen:
So gedrängt voll war der Theatersaal lange nicht besetzt. Zu Recht.
Das Aschenbrödel funktioniert auch außerhalb des Fernsehbildschirms, wie mehrere hundert Besucher am zweiten Advent festgestellt haben dürften. So gedrängt voll war der Theatersaal lange nicht besetzt. Zu Recht: … Die Inszenierung der drei Haselnüsse für Aschenbrödel für die Bühne wartete mit jeder Menge Witz und Charme, actionreichen Einlagen und einem ordentlichen Schuss Selbstironie auf. … Das wird so kernig-komisch erzählt, dass es das Publikum mit Gelächter und Applaus quittiert. Am Ende steht fest: wer den Film kennt, hatte doppelt Spaß.

 

Kritiken und Reaktionen zur dritten Tournee
ab 26. November 2015

Neue Osnabrücker Zeitung, Meppen:
Kurzweilig und ansprechend – äußerst charmant
…eine insgesamt homogene Inszenierung, die nicht nur für einen kurzweiligen Theaterabend, sondern auch für eine anspruchsvolle Umsetzung stand. Musical findet eben nicht nur auf den großen Metropolbühnen statt, sondern, wie hier äußerst charmant, auch im kleineren Rahmen. Und das, so war zu sehen, nicht weniger ansprechend.

 

Mindener Tageblatt:
Einfach schön – wie aus einem Guss – besser als der Film
Die Filmfans mögen verzeihen: Die Bearbeitung des a.gon Theaters München, die jetzt in Minden über die Theaterbühne ging, war besser als der deutsch/tschechoslowakische Film von 1973. Dank wirklich guter Musicalstimmen und Kompositionen, die an Andrew Lloyd Webber heranreichten, vergingen die gut zwei Stunden wie im Fluge. Das Musical fand die richtige Mischung aus Heiterkeit, Romantik und angenehmen Klängen. Augenzwinkernd wurde der Film persifliert, vor allem die böse Stiefmutter mit iher naiven Tochter waren bewusst völlig überdreht und dank Ausstatterin Claudia Weinhart mit passenden skurrilen Kostümen ausgestattet. Spitze Schreie, nette Wortspielchen – der Hauch von Comedy sprach Erwachsene und auch die zahlreichen Kinder im Publikum an. … Einen properen Sound legten Christian Auer (Komponist und Keyboarder), Gitarrist Michael Stark, Bassist Markus Schlesag und Christian Bihlmaier an der Violine hin. Gelegentlich übernahmen sie auch kleine Rollen: Michael Stark war wunderbar als adeliges Fräulein auf dem Ball. Zusammen mit den tollen Leistungen der Akteure wirkte alles wie aus einem Guss.

 

Westfälischer Anzeiger Hamm:
Sorgte für echte Weihnachtsgefühle im vollbesetzten Kurhaus
Mit dieser zeitlosen Liebesgeschichte gepaart mit geballtem Klangvolumen zog die talentierte Truppe von Musicaldarstellern das rappelvolle Kurhaus in ihren Bann. Mitreißend, romantisch und voller Charme präsentierten sie diese Weihnachtsklassiker in ganz neuem Gewand. … Musikalische Leidenschaft und schauspielerisches Können vereinen sich in dieser Inszenierung und zeigen ihren Ausdruck in wundervollem Gesang, Schauspiel und berauschend-schöner Musik. Ein malerisches Bühnenbild mit einem romantischen Zauberwald rundet die traumhafte Darbietung des Familienmusicals ab. Mit einer perfekt ausbalancierten Mischung aus gewieften Wortwitzen und romantischen Augenblicken ist dieses Märchenmusical ein beeindruckendes Erlebnis…

 

Rhein-Zeitung, Betzdorf:
Fantastische Aufführung – glänzend besetzt – begeistertes Publikum – ausverkaufte Stadthalle
Theater ist der Ort, an dem Träume wahr werden. So verzauberte die Romanze von Aschenbrödel und dem Prinzen das Publikum in der ausverkauften Stadthalle in Betzdorf. Das Märchen fasziniert Jung und Alt – so sind viele Kinder mit Mama, Papa, Oma und Opa in die gute Stube der Stadt gekommen. Sie erlebten eine fantastische Aufführung mit Livemusik, gespielt von einem kleinen Orchester vor der Bühne. … Alle Rollen sind glänzend besetzt… Die Schauspieler singen und tanzen auf der Bühne und werden vom begeisterten Publikum immer wieder mit Szenenapplaus belohnt.

 

Weinheimer Nachrichten:
Ein Spaß nach dem anderen – komödiantische Meisterleistungen – minutenlanges rhythmisches Klatschen – laute Bravorufe
Dass die Geschichte von dem armen, unter der bösen Stiefmutter leidenden, Aschenputtel, statt Rührung große Erheiterung auslöste, lag zum einen an der herrlich verrückten Satire, in die Regisseur Stefan Zimmermann das Grimmsche Märchen verwandelt hat, zum anderen an den komödiantischen Meisterleistungen der Schauspieler und nicht zuletzt an den Dialogen in moderner Umgangssprache. … Gelacht wurde viel in dem zweistündigen Musical, denn ein gewitzter Einfall der Regie löste den nächsten ab. Angefangen vom König, der unter dem Pantoffel seiner Frau stand, über den Prinzen, dem das Aschenbrödel erst einmal den Macho-Zahn zog, bis hin zu den weiblichen und männlichen Beinen, die aus den Kulissen gestreckt wurden, als der Prinz nach dem passenden Fuß für Aschenbrödels Glasschuh suchte. Ganz zu schweigen von dem bärtigen Mann im Tüllkleid, der sich wie selbstverständlich unter das illustre Ballpublikum mischte. … Für einen wunderbaren, ausgesprochen amüsanten Theaterabend bedankte sich das Publikum am Ende mit minutenlangem, rhythmischem Klatschen und lauten Bravorufen.

 

Der Patriot, Lippstadt:
Herzerfrischend – überzeugte auch auf der Bühne
….diese Aufführung wird der Bezeichnung „Familienmusical“ absolut gerecht. … Die Sprache in diesem Stück ist mitunter erfrischend leger und sorgt für viel Gelächter im Publikum. … Regisseur Stefan Zimmernann hat gar nicht erst versucht, den romantischen Zauber des Films eins zu eins wiederzugeben. Stattdessen ist ihm eine liebenswerte Mischung aus Komik, märchenhafter Fantasie und viel Musikalität gelungen. Das herzerfrischende Stück bekommt am Ende den verdienten Applaus und das Ensemble gleich mehrere „Vorhänge“.

 

Metropol News, Eisenberg:
Gelungenes Weihnachtsgeschenk – Theater rappelvoll – deutlich mehr Lebendigkeit als die Verfilmung
Rappelvoll war an diesem Abend das Theater, wobei diesmal auch sehr viele Kinder mit in den Zuschauerreihen saßen. … Wer den Vergleich mit der tschechischen Verfilmung wagt … , stellte eindeutig fest, dass das Musical in Eisenberg deutlich mehr Lebendigkeit hatte und die Begeisterung der Schauspieler von allen im Saal spürbar war. … Das Musical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ war ein gelungenes Weihnachtsgeschenk im Eisenberger Spielplan.

 

Kritiken und Reaktionen zur zweiten Tournee
ab 26. November 2014

 

Schwetzinger Zeitung Eppelheim:
Ach, war das schön!
Leuchtende Kinderaugen, herzhaftes Gelächter und immer wieder Zwischenapplaus – das Musical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ begeisterte die zahlreichen Zuschauer… Das professionelle Schauspielteam spielte sich im Nu in die Herzen des Publikums, auch weil es der Handlung eine humorvolle Note gab. „Es war super!“, hörte man von allen Seiten. „Obwohl es modern inszeniert ist, behält das Stück trotzdem den Zauber des Märchens.“, lobte die Mutter der siebenjährigen Nanina, aus der es spontan herausplatzte: „Mir hat am besten die Stiefmutter gefallen.“ … Der Romantik, dem Märchenhaften wurde viel Spielraum geboten, besonders in dem malerischen Bühnenbild, das sich im Handumdrehen mal in ein Schloss, mal in einen Wald verwandelte. Durch fantasievolle Tänze, eine professionelle Truppe an Darstellern und Musikern ließ die Aufführung keine Wünsche offen. Vor allem die Chorszenen hinterließen nachhaltigen Eindruck durch ihre wunderschönen Melodien und das geballte Klangvolumen. … Begeisterter, fast endloser Applaus war der Dank des Publikums.

 

Göttinger Tageblatt Duderstadt:
Klassiker mit modernen Tönen
Das Musical zeigte ein selbstbewusstes, ökologisch denkendes Aschenbrödel, das den naiven Königssohn ins wahre Leben schubste. … Nicht als Imitat des Films, sondern als humorvolle Hommage an eben diesen punktet das Musical.

 

Ems-Zeitung Papenburg:
Das hat sehr viel gute Laune gebracht

 

Zuschauer-Familie Frankenthal:
Vielen tausend Dank für diesen einmaligen Abend!
Wir hatten einen solchen Spaß. Die Geschichte war toll verpackt, die Lieder super und die Musik war grandios – mit nur vier Musikern. Und liebe Hauptdarsteller seid mir bitte nicht böse, aber Euer Gitarrist hat mich in den Frauenkleidern einfach umgehauen, diese Mimik und das Gestell, das er beim Tanzen gemacht hat – einfach … mir fehlen die Worte, aber es war einfach lustig!!! Wir hatten einen tollen Abend, und alle Schauspieler und Musiker waren genial!

 

Allgemeine Zeitung Coesfeld:
Optisches Feuerwerk
Unglaublich treffend werden vor allem die „Bösen“ dargestellt: Die aufgeblasene Stiefmutter samt nachplappernder, dümmlicher Tochter sind das perfekte Duo, das jeder im Raum mit Inbrunst hasst. Verlogen, ungerecht und selbstherrlich ist ihr Scheitern schon früh vorprogrammiert. Der Weihnachtsklassiker überzeugt die Kinder mitunter auch durch ein optisches Feuerwerk. Ein märchenhaftes Bühnenbild zeigt einen Zauberwald, der wohlig-romantische Stimmung verbreitet. Geschickt wird das Arrangement durch eine Schattenwand, die galant die Farbe wechselt, ergänzt. Noch mehr fürs Auge gibt es bei den Kostümen: Prächtige bonbonfarbige Kleider, ein opulenter Schleier der Stiefmutter und eine viel zu große Krone des Königs – das gefällt Kindern.

 

Grafschafter Nachrichten Nordhorn:
Tatsächlich was für die ganze Familie
Es war tatsächlich was für die ganze Familie: märchenhaft gut im Abgang, ohne verstörende Grusel- oder Bösartigkeitselemente, durch das siegesgewisse, selbstbewusste Aschenbrödel von Anfang an happyendesk, lustig mit harmlosen Spitzen gegen Obrigkeit und Jägerschaft, Männer und Männlichkeit wohltuend auf die Schippe nehmend. … Die Familie dankte es mit anhaltendem, rhythmisch überhöhtem Applaus.

 

Schwarzwälder Bote Freudenstadt:
Theater aus Leidenschaft – nicht zu hoch gegriffen
a.gon, kurz vor Weihnachten noch in Freudenstadt gern gesehener Gast mit dem Drama „Veronika beschließt zu sterben“, erhebt den Anspruch „Theater aus Leidenschaft“ zu bieten. Einmal mehr erweist sich dieses Attribut als keineswegs zu hoch gegriffen: Das achtköpfige Ensemble spielt und tanzt nach Herzenslust. Auch die vierköpfige Band klinkt sich mitunter in den bunten Wirbel ein. Julia Klemm (alternativ zu Julia Hiemer) gibt das zauberhafte Aschenbrödel, dessen Liebreiz weder Schmutz noch Schmähungen etwas anhaben können. In der Rolle des verwöhnt-verdrossenen Prinzen ist Thorin Kuhn zu sehen. Um dieses Paar herum gruppiert sich ein potentes Ensemble, das den handelnden Figuren wie König, Königin oder Stiefmutter, Stiefschwester musikalisch und darstellerisch Konturen verleiht. Stefan Zimmermanns Inszenierung ist auf möglichst authentische inhaltliche Darstellung der Vorlage ausgerichtet. Seine eigene Handschrift und die Buchvorlage von Katrin Lange vermitteln dem Musical jedoch eine Ursprünglichkeit, die dem allzu Gefühlsbetonten die Schärfe nimmt. So darf Aschenbrödel durchaus auch mal ganz bodenständig wettern: „Glotz nicht so und mach’ den Mund zu…!“ Mit unfreiwilligen Wortspielen der reichlich beschränkten Stiefschwester (Birgit Reutter), die sich insbesondere als Echo sprechender Personen gefällt, gewinnt das Musiktheater eine besonders humorvolle Komponente. Die lebendige Choreografie steuert Patrizia Klosowski bei. Bühnenbild und Kostüme von Claudia Weinhart zaubern die speziell märchenhafte Ausstattung auf die Bühne. Das trifft ebenso zu auf die plakativ abgestimmten Lichteffekte aus der Werkstatt von Ralph Schwarzenauer. Mit den beschränkten dramaturgischen Möglichkeiten der Bühne gegenüber dem Film Vorstellungskraft zu produzieren, ist eine große Kunst, die den Verantwortlichen mit einer ordentlichen Prise Humor gelingt. Damit wird auch ihre Klasse dokumentiert. Nach rund zwei Stunden Spielzeit einschließlich eines fulminanten Finales werden die Akteure mit anhaltendem Beifall und „Bravo!“-Rufen verabschiedet.

Wochenblatt Waldkraiburg:
Ein echtes Erlebnis für jung und alt
Der Film ist längst bekannt, doch als Musical war es für die Familien im Haus der Kultur ein echter Leckerbissen. Knapp über zwei Stunden präsentierten sympathische Musicaldarsteller mit Charme, Geist und Witz die Liebesgeschichte zwischen dem Aschenbrödel und dem Prinzen.

 

Allgäuer Zeitung Marktoberdorf:
Einfach entzückend
Ein Aschenbrödel ganz nach dem Geschmack des Publikums. Stoff zum Träumen bot im voll besetzten Modeon die Musicalversion von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. Das Münchner a.gon Theater verwandelte die Modeon-Bühne mit romantischen Walddekorationen in ein illusionistisches Kulissentheater. Und mit einem grandiosen Musikerquartett, einem hervorragenden Sängerensemble und überwältigenden Songs voller Sehnsuchtspotential funktionierte dies Musicalverzauberung. Vom Kinderpublikum bis zu den älteren Generationen wurde sie enthusiastisch gefeiert. Die Musiker trugen einen entzückenden Mozartzopf. Und so weit ist das Musical nicht entfernt vom Mozartschen Singspiel mit seiner Folge von Rezitativ, Arie und Chorensemble. Entscheidend aber wirkte die poppige Choreographie mit intensivem Körperspiel und beim großen Hofball hinreißendem Barocktanz. Der Stoff war logisch komprimiert und zeigte doch die zentralen Ereignisse, sogar Aschenbrödels Pferd und die Eule Rosalie erschienen als zauberhaftes Schattenspiel.

 

Mainpost Schweinfurt:
Im ausverkauften Haus
An die 300 kleine Prinzessinnen könnten es schon gewesen sein, die da im Theaterfoyer ungeduldig schnatternd durcheinander wuselten. … Es waren denn auch wohl vor allem die Erwachsenen im ausverkauften Haus, die noch ein paar Szenen lang Film und Musical verglichen. Die vielen Kinder im Publikum waren dagegen offenkundig augenblicklich gefangen von der liebenswürdigen Mischung aus Komik und Magie, die diese Produktion des Theaters a.gon aus München ausstrahlt. Die Bühnenversion kommt mit einem multifunktionalen Bühnenbild aus, Szenenwechsel von Aschenbrödels Hof in den Wald oder ins Schloss des Königs werden durch An- und Abwesenheit weniger, suggestiver Aufsteller angedeutet. Das funktioniert: Die Inszenierung von Stefan Zimmermann setzt auf eigene Ästhetik und versucht gar nicht erst, den Zauber der Filmbilder nachzuahmen. Und wenn’s dann doch etwas knifflig mit der Umsetzung wird, hilft ein wenig Ironie: Als die Tauben die Erbsen aus der Asche sortieren, muss ein Stock mit ein paar Federknäueln an Fäden reichen, den der Prinzipal über den Eimer hält. Auch das ein praktischer Kunstgriff: Das Paar aus Theaterprinzipalin und -prinzipal kann die Handlung erzählerisch beschleunigen und Längen überbrücken und schlüpft dann immer wieder in die Rollen von Königin und König. Dieses Ministück im Stück ermöglicht weitere Momente der Komik und hilft außerdem die Hauptaussage des Märchens zu unterstreichen: Wenn’s Ernst wird, ist es ganz gut, wenn die Frauen die Entscheidungen treffen und nicht die Männer. Denn die sind allesamt nicht allzu helle: Der König ist ein Choleriker, der eigentlich nur seine Ruhe haben will, der Prinz ein naiver Tor, der glaubt, die ganze Welt sei nur zu seinem Amüsement da. Thorin Kuhn spielt diesen Prinzen mit so viel herzerwärmender Tollpatschigkeit, dass sogar noch stärker als im Film begreiflich wird, warum das Aschenbrödel sich seiner annimmt. Julia Hiemer in der Titelrolle ist eine zupackende junge Frau, die ihre romantische Seite erst allmählich unter dem Einfluss des Welpencharmes des Prinzen offenbart. Wie so oft aber sorgen die Bösewichte für die unterhaltsamsten Momente – in diesem Fall die Bösewichtinnen. Die Stiefmutter und ihre Tochter Dorchen. Tanja Maria Froidls komödiantisches Talent besteht aus selbstlosem Mut zur Zickigkeit und perfektem Gespür für Timing. Außerdem ist sie die virtuoseste Sängerin im Ensemble. Birgit Reutter ist als Dorchen wiederum die personifizierte Dämlichkeit – auch sehr komisch. Die kleine Band am Bühnenrand unter der Leitung von Peter Wegele begleitet das Geschehen schmissig und sensibel und stellt bei Bedarf Darsteller zur Verfügung, wie etwa Gitarrist Michael Stark, der zum großen Vergnügen der Kinder beim Ball eine wilde Debütantin gibt. Bis zur Pause ist ein ordentliches Stück Handlung abzuarbeiten – das gelingt ohne Längen und ohne dass die Aufmerksamkeit der vielen Kinder nachlässt. Im Gegenteil: Als kurz vor Schluss der Prinz auf der Suche nach der geheimnisvollen Schönheit verzweifelt „Wo ist sie denn?“ ruft, schallt es aus sehr junger voller Kehle aus dem Saal zurück: „Da!“

 

Zuschauerfamilie Rüsselsheim
Ich habe Drei Haselnüsse für Aschenbrödel gestern mit meiner Frau und meiner 8 jährigen Tochter im Stadttheater Rüsselsheim gesehen und es hat uns sehr gut gefallen. Es gab viel zu lachen, die Schauspieler haben sehr gut gespielt und gesungen und auch die Musiker haben sehr schön gespielt. In jedem Fall eine Empfehlung für einen schönen Abend mit der Familie.

 

 

Kritiken und Reaktionen zur ersten Tournee
im Dezember 2013

 

Donaukurier Neuburg – zur Premiere:
Wunderbarer Musicalabend – großer Wurf
„Drei Nüsse für Aschenbrödel“ hält, was der Titel dem Kenner verspricht. Ein Hauch Romantik, ganz viel Esprit und Humor, dazu ein fulminant aufspielendes, hochengagiertes und stimmlich gutes junges Ensemble, ein kleines, aber feines Kammerorchester – was braucht es mehr für einen wunderbaren Musicalabend? ….
Dem Musical ist der gleiche Zauber zueigen wie dem Film, obgleich es völlig anders aufgezogen wird. Moderner, frecher, streckenweise zur Persiflage mutierend, dabei aber vergleichbar liebenswert – Regisseur Stefan Zimmermann ist der große Wurf gelungen, sich abzugrenzen vom beliebten Vorbild und ein eigenes Werk zu schaffen, ohne dass es an den Haaren herbeigezogen wirkt. Schon in der ersten Szene, als sich die Figuren vorstellen, wird klar, dass es hier nicht um einen Abklatsch des Filmes geht. Liebenswürdig, auf unaufdringliche Art selbstbewusst und emanzipiert, so präsentiert sich Julia Klemm in der Titelrolle, der sie auch stimmlich absolut gerecht wird. Ihr Aschenbrödel hat ein großes, kämpferisches Herz, setzt sich für das von Stiefmutter (Tanja Maria Froidl) und deren Tochter Dorchen (fühlt sich offenbar wohl in der Rolle der nervtötenden Naiven: Birgit Reutter) schikanierte Gesinde ein und hat noch die Kraft, dem Prinzen beizubringen, dass nicht immer alles nach seinem Willen geht. Maximilian Widmann gelingt glaubhaft und sympathisch der Spagat zwischen Macho-Prinz, der „keine Feinde oder Freunde, sondern nur Diener hat“, und verliebtem Softie, der von einem Mädel im Zweikampf besiegt wird. Als König und Königin sowie Erzähler Prinzipal und Prinzipalin brillieren Oliver Severin und Ramona Akgören, die die Handlung vorantreiben, sie kommentieren und natürlich selber kräftig mitmischen, mal mit- mal eher gegeneinander, wenn es der Königin mit ihrem selbstherrlichen Gemahl zu bunt wird. Michael Müller als Gutsverwalter Vincent und Prinzenaufpasser Willi sowie Fee Denise Horstmann in doppelter Hosenrolle als Küchenjunge und Prinzenaufpasser Karlchen, komplettieren das ausgewogen aufgestellte Ensemble. Das überzeugt mimisch wie musikalisch, lässt in romantischen Liedern („Wie nennt man das, was ich fühl“) schwelgen und ist jederzeit für herzhafte Lacher gut. Da triefen die Noten vor Ironie, wenn die böse Stiefmama samt Töchterchen und Gesinde nicht müde wird, den König zu begrüßen: „König, lieber König“, bis die Königin ihn dazu bringt, die beiden zum Ball einzuladen – in der Hoffnung „Vielleicht lässt sie uns dann gehen“. Froidls Klage „als alleinerziehende Mutter“ mit Hinweis auf Patchworkfamilien wäre in den 70er Jahren noch kein Gag gewesen, wohl aber die zeitlosen Wortverwechslungen, die Dorchens Markenzeichen sind. Träumen darf das Publikum mit dem Küchenjungen von einem „Mädchen für mich“, mit dem Prinzen leiden, dem „nur ein Schuh“ geblieben ist und sich für Aschenbrödel freuen, das von Tauben, die am Mobile eines Musikers hängen, Hilfe beim Erbsensortieren bekommt. Die Musiker Christian Auer (Keyboard, Flöte), Markus Schlesag (Bass, Gitarre), Christian Bihlmaier (Violine Keyboard) und Felix Ratzel (Gitarre) mischen immer wieder mal in der Handlung mit, sind viel mehr als nur diejenigen, die für erstaunlich voluminösen Klang sorgen, immer wieder die fast schon legendäre Filmmusik von Karel Svoboda zwischen den Musicalwerken von Thomas Zaufke erklingen lassen und den oft von einem Augenzwinkern und kleinen Gags begleiteten Bühnenbildumbau zwischen Waldszenen, Gutshof und Ballsaal untermalen. Die Kostüme, ebenfalls von Claudia Weinhart, charakterisieren ihre Träger, schlicht oder elegant Aschenbrödel, kitschig-bunt Stiefmutter und Stiefschwester, ein wenig unfertig der Prinz, der König mit Hochwasserhosen, korrekt die Königin. Pfiffig gelöst sind die Auftritte von Pferd Nikolaus und Eule Rosalie als Schattenspiel. Das Publikum im komplett ausverkauften Stadttheater dankt mit wohlverdientem Applaus samt Bravorufen für einen wundervollen zweieinviertelstündigen Musicalabend, der gern auch länger dauern dürfte.

 

Augsburger Allgemeine Neuburg an der Donau:
Beglückende Erstaufführung – rundum gelungen – kolossal mitreißend, voller Charme
Die Besucher im Stadttheater erlebten eine beglückende Erstaufführung. Die agon-Inszenierung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ darf als rundum gelungen gelten. Während sich jedoch so mancher Stoff eher gequält in dieses Genre einfügt, gehen Handlung und Gesang, Schauspiel und Musik in der Inszenierung des Münchner a.gon-Theaters eine geglückte Symbiose ein. Das Konzept ist wie aus einem Guss, die Gesamtleistung steht auf einem festen Fundament aus Können und Leidenschaft. So kam das Neuburger Publikum in den Genuss, eine märchenhafte Premiere erleben zu dürfen: kolossal mitreißend, romantisch, witzig und voller Charme.
Das Märchen vom verwaisten Mädchen, dem Stiefmutter und -schwester so übel mitspielen, ist tausendfach erzählt, seit sich die Gebrüder Grimm seiner angenommen haben. Zeitlos, wie es ist, zieht es noch immer in seinen Bann. Indes ist es ein Thema mit Variationen. Die Version des a.gon-Theaters konfrontiert mit einer deutlich komödiantischen Note. Allein schon die Kostüme tragen dazu bei. So werden die Antagonisten – verpackt in giftgrüne und bonbonrosafarbeneTüll-Kreationen – schon optisch zu Karikaturen ihrer selbst. Zudem gibt Tanja Maria Froidl die Stiefmutter weniger bösartig, denn divenhaft überspannt, Birgit Reutter mimt ihr Dorchen so köstlich treudoof, dass ihnen beiden die Sympathien des Publikums gewiss sind.
Reizende Wortwitze, kleine augenzwinkernde Momente und originell gestalteter Mut zur Lücke runden die dezente Komik ab. …
Regisseur Stefan Zimmermann hat allerdings gut daran getan, der Romantik ebenso viel Spielraum einzuräumen. Immerhin bleibt es ein Märchen und das Publikum verlangt danach, bezaubert zu werden. Vorrangig gelingt dies durch das ausgezeichnet besetzte Paar des armen Aschenbrödels und seines Prinzen. Julia Klemm füllt die Titelrolle mit Liebreiz aus, die freilich weniger Schicksals ergeben angelegt ist, als man erwarten möchte. Im Gegenteil tritt sie selbstsicher auf, aufbegehrend, mitunter burschikos. Sie ist ein emanzipiertes Aschenbrödel. Maximilian Widmann gibt an ihrer Seite einen trotzigen Königssohn, der seinen goldenen Käfig verabscheut, indes zur Charme-Offensive aufläuft, als er seine große Liebe trifft. Die Besetzung lässt auch sonst nichts vermissen: Königin (Ramona Akgören) und König (Oliver Severin) agieren gekonnt in einem breiten schauspielerischen Spektrum zwischen hoheitsvoll und grotesk. Michael Müller und Fee Denise Horstmann (Vincent und Willi beziehungsweise Karlchen und Küchenbub) gestalten ihre Nebenrollen sehr präsent. Ebenso hinterlässt das Stimmpotenzial des Ensembles einen nachhaltig positiven Eindruck. Vor allem die großen Chorszenen leben nicht nur von hymnenartigen Melodien, sondern eben auch vom geballten Klangvolumen der Sänger. Die Kompositionen von Thomas Zaufke passen in keine Schublade, stehen irgendwo in der Tradition deutscher Romantiker und moderner Pop-Balladen, dazwischen werden swingiger Jazz und ein Hauch von Salonmusik aus den 20-er Jahren mit eingestreut. Eine gefällige Mischung, die das Vier-Mann-Miniorchester dank technischer Verstärkung voluminös umsetzt. Wie ein roter Faden zieht sich zudem Karel Svobodas wunderschönes Original-Thema aus dem Film durchs Musical. … Bleibt zu erwähnen, dass Claudia Weinhart das Bühnenbild – im besten Sinne des Wortes – konservativ gestaltet hat. Es ist malerisch wie aus einem Bilderbuch und lässt Raum für Illusionen. Alles in allem eine komplett runde Sache, auf die sich nun andere Theater so richtig freuen dürfen.

 

Wolfsburger Allgemeine Zeitung:
Großartiges Ensemble – Darsteller sprühten vor Spielfreude – zum riesigen Vergnügen des Publikums
Ein richtig taffes Musical. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ hieß es am Dienstag im fast ausverkauften Theater zum riesigen Vergnügen des Publikums. … Dieses Aschenbrödel hat Pfeffer im Hintern. Mutig, schlagfertig, sportlich, selbstbewusst, sozial im Denken und Handeln. Hübsch sowieso. Stefan Zimmermann inszenierte den Spaß mit einem großartigen Ensemble und vielen pfiffigen Einfällen. Die Darsteller sprühten vor Spielfreude, sangen und tanzten hervorragend in den prächtigen Märchengewändern von Claudia Weinhart. Ein Musiker-Quartett unterstützte das muntere Spektakel nicht nur bestens mit seinen Instrumenten, sondern auch mit gewitztem schauspielerischem Einsatz.

 

Wolfsburger Nachrichten:
Ausverkauftes Haus – Großer Beifall – Szenenapplaus
Dass der Stoff für gute Unterhaltung auf der Bühne taugt, wurde am Dienstagabend offenbar(t). Vor ausverkauftem Haus – rund 900 Besucher kamen zur Vorstellung – ging die märchenhafte Geschichte als frisch-fröhliches Musical über die Bühne. Allerdings nicht in märchenhaft-verträumter Atmosphäre, sondern als eine vergnügliche Persiflage. Stefan Zimmermann hat diese zügig in Szene gesetzt, ein temperamentvolles, spielfreudig wirkendes Ensemble präsentierte die Geschichte in heiterer Form und mit viel Witz. Die musikalische Leitung hatte Christian Auer. Die kreativen, zeitweilig an Slapstick heranreichenden Choreographien stammen von Eva Patricia Klosowski. Als musikalisches Live-Trio, das bestens in den locker-lustigen Gesamtrahmen passte, agierten die Instrumentalisten Markus Schlesag, Christian Bihlmaier sowie Felix André Ratzel.
Die Inszenierung arbeitete, das hatte seinen besonderen Reiz, an einigen Stellen mit Elementen des Schattentheaters. Und zwar immer dann, wenn Aschenbrödels tierische Verbündete, das Pferd und die Eule, ins Geschehen eingriffen. Überzeichnung der Situationen und der Figuren war ein Prinzip dieser Inszenierung, die bei aller Komik nicht in Klamauk abglitt. Ein Verdienst des Ensembles, das schauspielerisch alle Persönlichkeiten klar strukturiert zeichnete. Heraus kamen jeweils Charaktere mit Eitelkeiten, Schrullen, Träumen oder Ernsthaftigkeit, die Eindruck hinterließen. Die Titelrolle des Aschenbrödels, das kämpferisch und stark in Erscheinung trat, spielte überzeugend die Schauspielerin Julia Klemm. Ihren männlichen, manchmal noch naiven Widerpart, den Königssohn, gab ein jugendlich frisch aufspielender Maximilian Widmann. Die zu großen Gesten und Wortfindungsstörungen neigende Stiefmutter brachte in gekonnt-überzogener Manier Tanja Maria Froidl auf die Bühne. Als Dorchen, Mutters Liebling, eine Mischung aus Trampel, Wendehals und Intrigantin, erheiterte Birgit Reutter die Zuschauer. Teil der Inszenierung war auch ein Prolog. Prinzipal und Prinzipalin – Oliver Serverin und Ramona Akgören, sie spielten anschließend König und Königin – stellten die Figuren und den Ablauf der Szenen vor. Ein guter Einfall, weil witzig präsentiert. Damit war schon kurz nach Beginn für gute Stimmung gesorgt. Großer Beifall zum Schluss, aber bereits zwischendurch hatte es den einen oder anderen Szenenapplaus gegeben.

 

Oberberg aktuell Gummersbach:
Äußerst kurzweilige Inszenierung – Tolles Musical-Ensemble
Die Titelheldin wird von Julia Klemm gespielt, der es hervorragend gelingt, die Eigenschaften von Aschenbrödel in die Moderne und auf die Bühne zu bringen. Denn im Gegensatz zur Version der Brüder Grimm ist das Mädchen, wie man heute sagt, ziemlich taff. Der Prinz, verkörpert von Maximilian Widmann, bekommt sie freilich auch nicht einfach so geschenkt. Und auch wenn die Musical-Version des Märchens mit viel Witz erzählt wird, so ist die Stiefmutter (Tanja Maria Froidl) doch genauso herrlich böse, wie man es als Zuschauer erwartet. Auch die anderen Darsteller wissen in ihren Rollen zu überzeugen. Gesang, Schauspiel und Musik, letztere toll umgesetzt und mit vielen Freiheiten auf Musical getrimmt von Thomas Zaufke, passen hier einfach gut zusammen. Bunte Kostüme und ein schönes, wenn auch dezentes Bühnenbild, tragen zur gelungenen und äußerst kurzweiligen Inszenierung bei.
Bei allem Selbstbewusstsein, das Aschenbrödel an den Tag legt, kommt die Romantik natürlich nicht zu kurz. Natürlich finden der Prinz und seine große Liebe zueinander. So erwartet es der Zuschauer schließlich auch und so wird es auch wieder in den zahlreichen Wiederholungen des Films in den nächsten Wochen sein. Das tolle Musical-Ensemble ist indes leider schon weitergezogen.

 

Oberbergische Volkszeitung Gummersbach:
Großer Andrang – Nimmt die Kinder wirklich gefangen
„Hier sind aber heute viele Kinder“, staunt eine Theaterbesucherin Minuten vor der Vorstellung und blickt sich verwundert um. Es stimmt, es ist ungewöhnlich, dass derart viele Kinder sich an einem Freitagabend in den Sitzreihen des Gummersbacher Theaters tummeln. Der Lärmpegel ist deutlich höher als sonst, die gespannte Erwartung ist förmlich greifbar. Aber klar, heute ist ja auch Märchenzeit. Mit dem Familien-Musical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ stimmt das Ensemble des a.gon Theaters aus München in die Weihnachtszeit ein. Die Geschichte um das selbstbewusste Mädchen, das reitet, schießt und sich vom Prinzen nicht so einfach umgarnen lässt, ist als tschechischer Märchenfilm seit mehr als 35 Jahren der Kultklassiker zu Weihnachten. … Entsprechend ist es erst einmal ungewohnt, die Geschichte nun auf der Bühne zu erleben, sie als Musical mit deutschen Liedtexten wahrzunehmen. Und doch hat auch diese Aufführung ihren Reiz, denn sie kommt mit viel Humor daher, hat Frische, findet eigene Formen der Umsetzung. So wird zum Beispiel die Eule Rosalie von Ramona Akgören als Schattenspiel dargestellt. Akgörens Krächzen geht durch Mark und Bein. Auch die Figuren finden eigene Akzente. Herrlich selbstironisch agiert Birgit Reutter als Stiefschwester Dorchen. Sie nimmt ihre sehr eitle Figur mit Schmollmund und großen Augen liebevoll auf die Schippe und wirkt so richtig sympathisch. Julia Klemm als Aschenbrödel und Maximilian Widmann als Prinz erinnern schon mehr an die Filmfiguren, doch das ist verzeihlich. Zumal auch die drei Musiker auf der Bühne die Film-Melodie immer wieder anklingen lassen. Der Gedanke an den Film ist also durchaus erwünscht, trotz aller Kontraste. Das Musical spielt im Sommer, der Film im Winter. … Wenige Requisiten deuten jeweils auf wechselnde Schauplätze hin, der Rest bleibt der Fantasie der Zuschauer überlassen. Und das macht dieses Musical gerade für die Kinder so faszinierend. Sie können sich in die Handlung mit ihrer eigenen Vorstellungskraft eindenken, da Orte wie der Ballsaal nur durch den Königsthron und zwei elegante Stühle angedeutet werden. Der Wald wird durch ein paar Zapfen definiert, der Gutshof durch einen Brunnen. Zwei Stunden lang ist im Theater daher kaum etwas zu hören, denn das, was da auf der Bühne passiert, nimmt die Kinder wirklich gefangen. Schließlich ist ein märchenhafter Abend zu Ende, der Beifall ist groß und beweist, dass es auch mal ein Musical mit dem Titel „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ sein darf.

 

Taunus Zeitung Bad Homburg:
Begeisterung und Freude waren riesig, der Applaus gewaltig
Fröhlich, temperamentvoll agierte das ganze Ensemble, stimmgewaltig auch bei den Liedern, Duetten und Chören. Hier zeichneten sich vor allem Stiefmutter und Dorchen mit gut geschulten Stimmen und reiner Intonation aus. Im Gegensatz zum Grimm’schen Märchen zeigt sich die Geschichte im Musical neben allem Märchenhaften auch oft witzig, ironisch mit Klamauk versetzt oder gar leicht frivol. Die Zuschauer amüsierten sich köstlich und waren mit Gelächter immer dabei. Ein sehr ansprechend nach Art der Grimm’schen Illustrationen gestaltetes Bühnenbild zeichnet diese Produktion aus, die erst vor einer Woche Premiere feierte. Ein großes Holztor und ein Ziehbrunnen deuten das Gut an, auf welchem Aschenbrödel mit Stiefmutter und der hübschen aber dümmlichen Stiefschwester (Birgit Reutter) lebt, mit zwei hohen Rundbogenfenstern vor demselben bewaldeten Hintergrund und einem roten Thronsessel befindet man sich im Schloss. Besondere Wirkung erzielte auch das kleine Orchester mit drei Musikern und einem Gitarristen, die allesamt auf den verschiedensten Instrumenten das Ganze mit der Originalmusik von Karel Svoboda begleiteten und, auf der Bühne postiert, nebenbei auch kleine Rollen übernahmen. … Akteure und Publikum beflügelten sich gegenseitig, die Begeisterung hier und die Freude dort waren riesig, der Applaus gewaltig.

 

Ruhr Nachrichten Witten:
Herausragende Inszenierung – Verzauberte Volksbühne-Publikum im ausverkauften Saalbau
In der herausragenden Inszenierung von Stefan Zimmermann ist das aufgepeppte, weder mit den Literaturvorlagen noch mit dem Film vergleichbare Musical ein ganz besonderer Spaß voller Ironie und Satire. Schon zu Beginn wird klar, dass man die Vorlagen nicht kopieren, sondern vielmehr einen eigenen Stil im Hier und Jetzt kreieren will. Und das gelingt vor der liebevoll gestalteten Kulisse in den historischen Kostümen zur lebhaft eingängigen Live-Musik glänzend…. Da ist jede Menge Augenzwinkern dabei, gerät die Story zu einer Persiflage auf so manch märchenhafte Liebesgeschichte. Denn diese hier ist (fast) vollkommen anders. Julia Klemm als ebenso burschikoses wie selbstbewusstes und emanzipiertes Aschenbrödel ist nicht nur „Dreck“, wie ihre böse, von Tanja Maria Froidl glänzend überkandidelt dargebotene Stiefmutter meint, sondern eine Frau, die von ihrem Prinzen erobert werden will und den Softie aus gutem Haus gar im Kampf besiegt. Da hat dann selbst ein Mädchen aus dem Publikum Mitleid und ruft herein, wo Aschenbrödel hingelaufen ist. Der Prinz lebt indes in einer anderen Welt, meint immer noch allen alles anordnen zu können. Er hat nicht mal einen Feind, nur Diener. Maximilian Widmann drückt diesem der Welt entrückten und dreimal vom Hof ausgebüxten König-Nachfolger ironisch seinen Stempel auf, überzeichnet dessen Naivität sehr galant. Da kann sich Aschenbrödels Stiefschwester, die von Birgit Reutter herrlich hochnäsig und trottelig in Szene gesetzt wird, noch so in Schale werfen. Die vermeintlich bessere und klügere Tochter, die bei Pisa bitter gescheitert wäre, hat am Hof ebenso keine Chance wie die Tunte, die Gitarrist Felix Ratzel exzellent weich und einfühlsam aufs Parkett des Hofballs bringt. Und genau das zeichnet das ebenso junge wie klangvolle und stimmstarke Ensemble aus: Da spielen selbst die Musiker nicht nur an ihren Instrumenten, sondern auch mimisch und gestenreich ausgezeichnet mit. Nach märchenhafter, bunter, klangvoller Unterhaltung blieb kein Wunsch offen.

 

Der Westen Rheinberg:
Absolut märchenhafter Abend – herrlich frische Inszenierung
Schon als der Vorhang sich öffnete, ging ein Raunen der Begeisterung durch das Publikum. Grund dafür waren neben dem wahrhaft märchenhaften Bühnenbild, das durch einen als Scherenschnitt gestalteten Wald eine wundervolle Tiefe erhielt, die von Claudia Weinhart liebevoll gestalteten Kostüme der Akteure. Für die Inszenierung hat Stefan Zimmermann den Staub der Vergangenheit weggeblasen und moderne, herzerfrischende Dialoge gewählt. „Das Leben klopft mich weich als allein erziehende Mutter“, bekannte etwa Tanja Maria Froidl in der Rolle der bösen Stiefmutter. … Die herrlich frische Inszenierung gewinnt vor allem durch die ausgezeichnete Choreographie und die mitreißenden Gesangseinlagen. Gleich doppelt unterstützt wurden die Darsteller von einem musikalischen Quartett, das gelegentlich Flöte, Gitarre und Violine beiseite legte, um in Nebenrollen die Aufführung zu bereichern. Die rund 500 Gäste im Alter von acht bis achtzig Jahren erlebten somit einen absolut märchenhaften Abend.

 

Remscheider General-Anzeiger:
Nicht enden wollender Applaus
Wer kennt es nicht, das Aschenbrödel und seine drei Haselnüsse? Am Sonntag wurde es seinetwegen voll im Teo Otto Theater. … „Was kann das sein, mein Herz hat plötzlich Flügel“ sangen beide [Aschenbrödel und der Prinz] im Duett und sorgten minutenlang für Gänsehaut. Julia Klemm überzeugte gesanglich und schauspielerisch mal mit Asche im Gesicht, mal burschikos mit Pfeil und Bogen und nicht zuletzt als wunderschöne Braut. Birgit Reutter hauchte dem Stiefschwesterchen „Dorchen“ eine ordentliche Portion Klamauk ein und brachte das Publikum immer wieder zum Lachen. Das märchenhafte Bühnenbild (Claudia Weinhart), auf mehreren Ebenen in die Tiefe gebaut, versetzte Groß und Klein schnell in die einzelnen Szenen. … Nach 150 Minuten bekamen die Darsteller einen nicht enden wollenden Applaus. Wohlverdient!

 

Lingener Tagespost:
In die Herzen der Zuschauer gespielt – „Aschenbrödel“ begeistert in Lingen
…wunderschönes zeitgemäßes Familienmusical – begeisterte im ausverkauften Theater an der Wilhelmshöhe – kindgerecht, aber nicht für Kinder inszeniert – eindeutige und künstlerisch hochwertige Sprache, die auch Kinder zu schätzen wissen – viele gute Inszenierungsideen.

 

Taunus Zeitung Limburg:
Wunderbare Inszenierung
Wie gut, dass es böse Stiefmütter gibt. Oder zumindest diese eine. Denn ohne sie hätte Aschenbrödel vermutlich nie ihren Prinzen gefunden. Und wir hätten nicht so einen erquicklichen Theaterabend voller Witz und Poesie erlebt. Stefan Zimmermann hat mit seiner Inszenierung der Musical-Version von „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ den Märchenfilm von 1973 nicht nachgespielt, sondern neu erzählt, auf das Wesentliche reduziert und manche Figuren persifliert, ohne die Romantik und den Charme der Geschichte aus den Augen zu verlieren – und die musikalischen Motive. … Auch die Musical-Version hat „ein Happy-End, wie man es liebt“. Nur diesmal wird das auch so benannt. Das ist der große Kunstgriff dieser Adaption: dass es einen Prinzipalen und eine Prinzipalin gibt, die das Geschehen kommentieren, die Figuren vorstellen und selbst mitspielen. … Dieses Spiel im Spiel macht den Geist und den Witz der Inszenierung aus. Und erlaubt es, einige Figuren zu karikieren, ohne dass es bemüht wirkt. Für alle, die es lieber spöttisch als herzig mögen, gibt es zum Beispiel die Stiefmutter. Tanja Maria Froidl spielt sie wunderbar exaltiert und überkandidelt, mit großer Geste und wunderbarer Stimme. Und spätestens, als sie das erste Mal eine Wortfindungsstörung hat und „Idiologen“ sagt, obwohl sie vermutlich eigentlich Idioten sagen wollte, ist klar: Dieser Frau kann man eigentlich gar nicht böse sein. Genau wie ihrer Tochter, dem Dorchen. Birgit Reutter tänzelt als Trampel mit rotgemalten Bäckchen und Kussmund über die Bühne und wundert sich, warum sie den Prinzen nicht abkriegt. … Aschenbrödel macht keinen Knicks. Aschenbrödel fürchtet sich vor nichts und niemand, und sie wird „stinkwütend“ statt zu heulen, als die Stiefmutter sie mal wieder quält. Und so zieht sie los, in den Wald, zu ihren Freunden, den Tieren. Und dabei bleibt sie ganz Mädchen, auch wenn sie sich immer wieder verkleidet, um den Prinzen herauszufordern und herauszufinden, wer sie ist. Julia Klemm setzt auf ihren natürlichen Charme, und der trägt sie durch die Rolle, genau wie Maximilian Widmann, den Prinzen, der eigentlich gerne Räuberhauptmann geworden wäre und vermutlich deshalb mit nackten Armen auftritt. Aber er muss sein Schicksal annehmen, und am Ende wird alles gut. Oder wie es im Lied heißt: „Alles wird eins“. Der Feind, der Freund, das Mädchen und diese wunderbare Inszenierung. Sie lebt von einer spielfreudigen Theatertruppe. Und von den vielen munteren Regie-Einfällen. Zum Beispiel der Antwort auf die Frage, wie man einen Taubenschwarm auf die Bühne zaubert, der Aschenbrödel hilft, die Erbsen zu sortieren: Ein Mobile mit kleinen Wattebällchen erfüllt diesen Zweck ganz wunderbar. Und was tun, wenn das Ensemble aus acht Schauspielern und vier Musikern besteht, aber ein königlicher Ball auf dem Programm steht? Dann bekommen alle ein Opernglas, schauen in die Zuschauer-Reihen und schwärmen von den hübschen Damen. Und dann zieht der Gitarrist ein Kleid an, steckt sich eine Blume ins Haar, und der König wundert sich über den Frauengeschmack seines Sohnes. Und selbstverständlich ist da noch die Musik. Denn gesungen wird natürlich auch – mal mit viel Schmelz, mal mit viel Witz. Zum Beispiel das „Aber ja, Majestät“ der beiden königlichen Diener Karlchen und Willi (Fee Denise Horstmann und Michael Müller) ist ein großer Spaß, und für die nostalgischen Gefühle gibt es immer wieder das Leitmotiv von Karel Svobodas Filmmusik zu hören. Die Musiker, rechts am Bühnenrand positioniert und immer dabei, hatten offensichtlich ebenfalls ihre Freude an dieser beschwingten Truppe. Und an diesem märchenhaften Spektakel.

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